Zeichnungswerkstatt

Mit der Zeichnungswerkstatt fand im Mai 2014 eine zweite praktische Umsetzung von kunst/mobil statt. Die Vermittlungseinheit wurde während eines Monats im Grundlagenunterricht Bildnerisches Gestalten mit fünf Klassen der Bezirksschule Baden durchgeführt.

Die Umsetzung erfolgte in Anlehnung an die erste Werkstatt, die mit Terra Incognita durchgeführt wurde und thematisierte in erster Linie unterschiedliche Definitionen und Auslegungen des Zeichnungsbegriffes. Die Zeichnungswerkstatt zielte darauf ab, die SuS für den Zeichnungsbegriff zu sensibilisieren und gleichzeitig fremde wie auch eigene Definitionen zu hinterfragen.

Als Erweiterung zum bereits bekannten Abzeichnen wurden die gegenstandslose Zeichnung und das Hinterlassen von Spuren und Strichen in den Vordergrund gehoben. Gleichzeitig ging es auch darum andere Herangehensweisen aufzuzeigen. Die Werkstatt fand als reguläre Unterrichtseinheit und in Form des Teamteaching statt.

(1) Ein Teil der Aufgabenstellung bestand aus dem Auftrag in der eigenen Umgebung Zeichnungen zu sammeln und möglichst unterschiedliche Varianten zusammenzutragen. Die Sammlungen wurden in Kleingruppen und anschliessend im Plenum gezeigt und besprochen. Die SchülerInnen suchten nach eigenen Kriterien und Merkmalen, wie sie ihre Sammlungen ordnen könnten und versuchten eigene Definitionen zu finden.

(2) Der andere Teil der Aufgabenstellung erfolgte im BG Unterricht in Form einer Werkstatt. An zehn Posten wurden diverse, sehr konkrete Aufgaben gestellt. Ein Beispiel: An Posten 1 liegt eine Papierrolle über zwei Tischkanten, deren Abstand selber reguliert werden kann, daneben liegen Stifte und Kreiden. Die Aufgabe dazu lautet: Zeichne mit einem Stift deiner Wahl so viele Striche wie möglich von links nach rechts. Mach dasselbe nochmals mit einem anderen Werkzeug. Halte nur die Papierrolle fest. Die Distanz zwischen den Tischen kannst du selber wählen: zwischen 5 bis 15 cm. Schneide deinen Abschnitt ab und drehe die Rolle weiter für die nächste Person. Dauer: 6 min.

Anschliessend an jeden Posten wurde eine Beobachtungsaufgabe gestellt. Die praktische Erfahrung wurde so direkt anschliessend anhand von vorgegebenen Fragen individuell reflektiert. Eine Auswahl:

  • Beschreibe die entstandenen Linien.
  • Woran erinnert dich das Resultat?
  • Kann man dem Resultat ansehen, wie es entstanden ist?
  • Was war für dich wichtiger, das Zeichnen (Prozess) oder die Zeichnung (Resultat)?
  • Wie ist es, wenn du nicht genau kontrollieren kannst, was du zeichnest?

Zur Vertiefung der Ergebnisse konnten die SchülerInnen einzelne Zeichnungen nach eigenen Vorstellungen bearbeiten und weiterentwickeln oder einen anderen Posten entwerfen. Zum Abschluss wurde von jeder/m Schüler/in eine Auswahl der entstandenen Zeichnungen getroffen und diese mit der Sammlung zusammen als Ringbüchlein gebunden. Die entstandene Dokumentation kann als Ausgangslage und Fundus dienen, um weitere Aufgaben daraus zu entwickeln – gerade aufgrund von Ideen der SchülerInnen selber.

Posten8.3

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Falls Sie Interesse daran haben mit ihrer Schulklasse eine Zeichnungswerkstatt durchzuführen, können Sie über untenstehendes Formular die Posten (Anleitung und Beobachtungsaufgabe) herunterladen. Diese können und sollen selbstverständlich ergänzt, verändert und erweitert werden.

Da wir an weiteren Umsetzungen und Entwicklungen der Zeichnungswerkstatt interessiert sind und den Austausch mit Lehrpersonen aller Schulstufen pflegen wollen, bitten wir Sie um die folgenden Angaben.

Download

Sobald Sie das Formular ausgefüllt haben, können Sie auf den Download zugreifen.


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Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen und Berichte zu Umsetzungen der Zeichnungswerkstatt oder/und Weiterentwicklung einzelner Posten im und ausserhalb des Schulunterrichts.

Kontakt: admin@kunst-mobil.ch