SOL – Selbstorganisiertes Lernen

Kunst der Moderne bis zur Gegenwart

erkennen > verstehen > umsetzen  

Das SOL-Projekt ist eine dreiteilige Semesterarbeit welche im 5. Semester an der Kantonsschule Büelrain (Winterthur) durchgeführt wird.

1. Teil: persönliche Postkarte (Hausaufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Sommerferien eine persönliche Postkarte gestalten, welche sie dann den beiden Lehrpersonen für Bildnerisches Gestalten zusenden. Die im Verlauf der Sommerferien eintreffenden Postkarten sind sehr unterschiedlich und zum Teil aufwändig gestaltet. Das Spektrum erstreckt sich von gemalten, gestickten, modellierten, collagierten (Kunst)-Postkarten bis hin zu konzeptuellen und experimentellen Umsetzungen. Anhand dieser Postkarten empfehlen die Lehrpersonen den SuS nach den Sommerferien einen Künstler / Architekten oder Designer für die beginnende schriftliche Arbeit (2. Teil).

2. Teil: Schriftliche Arbeit (1. Quartal)

Nachdem die SuS die Künstler-Wahl geklärt haben, wählen sie anhand von Fachliteratur ein Schlüsselwerk des gewählten Künstlers aus, welches die Grundlage für ihre schriftliche Arbeit bildet.  Die Arbeit soll ein 10 bis 20 seitiges Dossier umfassen und ausser einer sorgfältigen Werkbeschreibung auch eine formale Analyse beinhalten, die Aufschluss geben soll über die Bildstruktur und über die formalen Zusammenhänge. Was nehme ich wahr? Wo bleibt mein Blick haften? Welche Formen und Farben korrespondieren miteinander? Was irritiert mich? Die einzelnen Schritte und der Aufbau der schriftlichen Arbeit werden mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht besprochen.

3. Teil: Praktische Abschlussarbeit (2. Quartal)

Mit einem Bezug zur vorausgegangenen theoretischen Arbeit soll ein eigenes Werk entwickelt und gestaltet werden. Das Ziel ist es nicht, das Werk zu imitieren oder zu kopieren, sondern es gestalterisch zu interpretieren, weiterzuentwickeln oder zu verändern und zugleich etwas Eigenes entstehen zu lassen. Die Lehrpersonen nehmen die Rolle eines begleitenden Mentors/Mentorin ein und betreuen die Schülerinnen und Schüler in Einzelgesprächen. Dass das künstlerische Arbeiten ein Weg mit Umwegen ist, erleben die SuS, indem sie diese Phasen selber durchleben; Ideenphase, Detailplanung, Entwerfen, Zeichnen, Experimentieren und Umsetzen. Die technisch, medial und inhaltlich sehr unterschiedlichen Arbeiten, deren Ausgangslage eine einfache Postkarte war, werden schlussendlich in der Aula präsentiert. An der Eröffnung dieser Ausstellung präsentieren einzelne Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit dem Publikum.


André Bless unterrichtet seit mehr als 30 Jahren an der Kantonsschule Büelrain in Winterthur als Lehrperson für Bildnerisches Gestalten. Er arbeitet als Künstler und als Lehrperson im Spannungsfeld der neuen Medien und ist als Kurator im Verein bildender Künstler Schaffhausen tätig.

Zur Fachschaft BG gehört auch Priska Renggli, die seit mehr als 10 Jahren Bildnerisches Gestalten an der Kantonsschule Büelrain unterrichtet. An der Entwicklung des SOL-Projektes war sie massgeblich beteiligt und führt dieses Projekt jeweils parallel in ihren Klassen durch.

Kontakt: bl@kbw.ch

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